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Ettore Sottsass, Designer und Architekt Teil 1: Der Sinn der Dinge

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1.30
Ettore Sottsass, geboren 1917 in Innsbruck, Designer und Architekt.

1.43
Grossen Einfluss auf die Designgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und auf Generationen junger Gestalter.

1.57
Bedeutende Preise. Wichtige Ehrungen. Vertreten in den Sammlungen führender Museen der Welt. Ettore Sottsass lebt und arbeitet in Mailand.

2.30
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Ich hatte die Idee, eine Reihe von Zeichnungen mit dem Titel «Archäologische Funde der Zukunft» zu machen; ich nenne die Serie «Fossilien der Zukunft».“

2.44
„Dabei kopiere ich sehr direkt Hinterlassenschaften aus vorgeschichtlicher Zeit.“

2.54
„Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, dass wir eines Tages des Schreibens unkundig sein werden – es gibt ja bereits Anzeichen dafür – und dass sich die Menschheit eines Tages sogar selber ausrotten wird.“

3.10
„Alles, was uns umgibt und uns vertraut war, wird wieder so geheimnisvoll aussehen wie in der Vorzeit, und wir werden nicht mehr wissen, wie ein Abbild davon auszusehen hätte.“

3.22
„Mit solchen Fragen experimentiere ich herum und habe es dabei sogar noch bequem: Ich arbeite zu Hause und brauche dazu nur ein Blatt Papier.“

3.47
Zitat:
Ein unbenütztes weisses Blatt auf den Tisch zu legen kommt mir vor wie damals, als ich zum ersten Mal in den Fernen Osten aufbrach.

4.04
Ich hatte grosse Angst und verbrachte die Nächte, ohne ein Auge zuzumachen.

4.20
Ich hatte Angst vor Tigern, unsichtbaren Schlangen, Menschen fressenden Geiern, aber ich wusste auch, dass es ganz besondere Düfte gab und zerfallene Tempel in den Wäldern.

4.37
Tänzerinnen im Neonlicht, verschmutzte, warme Flüsse ohne Horizont.

5.10
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Man sagt, mein Vater habe mir, kaum war ich auf der Welt, einen Bleistift in die Hand gedrückt, damit aus mir ein Architekt würde. Und so ist es auch gekommen.“

Zitat:
Ich habe stets die Vorstellung gehabt, mit jemandem zusammenzuarbeiten. Man kann mehr Dinge machen, die Mühe und Verantwortung teilen... Ich habe immer mit sehr jungen Menschen gearbeitet. Als ich jung war, gab mir niemand Aufträge oder Möglichkeiten. Ich wusste, dass ich aussergewöhnliche Dinge tun könnte, und habe mich stets daran erinnert. Ich weiss auch, dass Menschen unter bestimmten Bedingungen (das Problem ist, diese Bedingungen zu erkennen) Dinge tun können, die niemand jemals von ihnen erwartet hätte.

6.55
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Ein Haus muss stehen – also geht es nicht ganz ohne Rationalität. Gewichte, Strukturen, Verbindungen müssen stimmen, das ist klar.“

7.05
„Doch geht es darum, diese Rationalität nicht absolut zu setzen, sondern vernünftiges Handeln in einem grösseren Zusammenhang zu sehen.“

7.18
„Niemand ist gegen die Rationalität, niemand verleugnet sie und sie ist auch nicht ersetzbar. Trotzdem geht es um das Erkennen der Koordinaten, die das rationale Element mit einem weiter gefassten Horizont verbinden – mit dem Leben selbst, mit Korruption, Zerstörung, Tod, Geburt, was weiss ich... mit dem Regen, der plötzlich fällt und den niemand erwartet hat.“

7.52
Zitat:
Es hat mir schon immer Lust bereitet, das Leben langsam anzugehen, um zu spüren, wie sich das Schicksal, das mich langsam der Auslöschung entgegen führt und mich mit Wehmut erfüllt, mit dem anderen Schicksal vermischt, das mich jeden Tag dazu bringt, ein neues Projekt anzufangen – ein frisches Projekt, von dem ein Duft nach Schokolade, Pfefferminze und vielleicht auch Zitrone ausgeht.

8.34
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Im Innern meines Hauses kenne ich mich aus.“

8.41
„Und ich denke, man kann den Übergang von der Aussen- in die Innenwelt so sehen: Wir wechseln von einem unbekannten Ort – der Strasse mit all den fremden Leuten, dem Verkehr, Feinden, Militär vielleicht – ins Innere des Hauses.“

8.59
„Im Haus lagere ich Äpfel ein, ich habe ein Bett. In Betten werden Kinder gezeugt – ein Ritual auch das.“

9.09
„Ich habe Ruhe, Schatten, es ist kühl – und das reicht auch.“

9.19
„Dann die Materialien: Ein Marmorboden ist etwas ganz anderes als ein Boden aus Holz. Ein Keramikboden hat wiederum ganz andere Eigenschaften. Wenn du im Zelt lebst, und der Sand reicht bis zum Eingang, hilfst du dir mit einem Teppich, den du auf den Sand legst. So eignest du dir den Ort an und hältst dir die Wüste vom Leib, wer weiss.“

„Man sollte sich an den Architekturschulen auch mit dieser Art existenzieller Metaphern befassen, die schon immer Teil unserer Geschichte waren.“

10.08
Zitat:
Ich arbeite mit Zeichen.

10.20
Ich entwerfe immer und ausschliesslich, um gewissen Gedanken Ausdruck zu geben, die mich verfolgen.

10.41
Diese Gedanken beziehen sich auf Formen, Grössenverhältnisse, Gewichte, Materialien, Farben, Temperaturen die notwendig sind, um die Bühne zu bauen, auf der wir alle das Leben mit uns herum schleppen, inbegriffen alle Möbel, Vorhänge, Lampen – die Dinge überhaupt.

11.17
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Schon vor Jahren, vielleicht sogar seit der Kindheit, habe ich mir etwas angeeignet – den Wunsch nämlich, offen zu sein für alles, was mich umgibt. Und dabei zu versuchen, der Welt immer wieder mit grossem Staunen und voller Verwunderung zu begegnen – ohne dabei Intellekt und Wissen beanspruchen zu müssen.“

„Ich weiss, dass das unmöglich ist. Aber man kann sich darin üben, frei zu sein von intellektuellem Ballast und sich dabei nackt, innerlich nackt erleben gegenüber diesem Meer da draussen, all diesen Pflanzen, den Insekten gegenüber und beim Anblick dieser Zeugen fürchterlicher Naturkatastrophen. Klein und sprachlos macht das.“

12.30
„Nun bin ich alt... ich kann keine Reisen mehr zu seltsamen, geheimnisvollen Orten unternehmen. Aber ich täte es noch so gerne. Dieses Bedürfnis zu sehen, wie unser Planet beschaffen ist und wie verschieden die Leute auf diesem Planeten sind, habe ich bis heute nicht verloren.“

13.18
„Mich hat schon immer jede Art von Kultur interessiert, die an den Rändern entsteht. Schon immer haben mich Kulturformen beschäftigt, die nicht Teil der Institutionen sind und die ausserhalb jeglicher Codes existieren – Kultur, im Augenblick ihres Entstehens.“

13.46
„Das bedeutet den Verzicht auf das institutionalisierte kulturelle Erbe und dessen Codes. Das heisst aber keineswegs, dass man dieses bis in die Antike zurück reichende Erbe verachtet. Man weiss, es ist da, aber man macht keinen Gebrauch davon.“

14.05
„Als ich Student war, verabscheute ich Florenz genau darum, weil Florenz für mich der Inbegriff institutionalisierter Kultur war.“

14.15
„Ein Katalog, in dem man alles nachschlagen konnte. Für einen jungen Menschen ist das langweilig, sehr langweilig.“

14.21
„Wenn man jung ist, versucht man, die Welt selber zu erfinden. Man will nicht, dass Andere es für einen tun.“

14.37
1976: Einmal mehr benutzt Sottsass Design als Form der Kulturkritik. Innerhalb der Designer-Gruppe «Alchimia» entwirft er Möbel, Tische, Bücherregale und Leuchten, die alles, was als gutes Design galt, radikal in Frage stellen.

1981: Nachdem er «Alchimia» verlassen hat, gründet Sottsass mit jungen Freunden die Gruppe «Memphis». Die erste Memphis-Ausstellung erregte sofort weltweit Aufsehen, und die internationale Designpresse erklärte «Memphis» zum wichtigsten Designphänomen des Jahrzehnts.

15.36
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Als wir «Memphis» machten, waren wir allein und ganz schön verzweifelt, weil wir keine Ahnung hatten, wohin uns das alles führen würde. Wir hatten unseren Spass in dem Sinn, als das Herausfordern der Gefahren, die das Denken mit sich bringt, immer auch ein Vergnügen ist.“

16.02
«Memphis» war ein Wendepunkt im Design – eine verspielt-anarchische Herausforderung an das Bauhaus, die sogenannte «Gute Form» und das Prinzip «form follows function», wonach sich die Form aus der Funktion ergibt.

16.25
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Das Experiment «Memphis» war der Versuch, den Bedeutungsgehalt von Materialien in Frage zu stellen.“

16.39
„Sagen wir: Plastiklaminat ist normalerweise in die Küchen und Badezimmer verbannt, auf jeden Fall ist es ein Material ohne jeden Bedeutungsgehalt, und wenn es überhaupt einen hat, dann einen negativen.“

16.53
„Was passiert aber, wenn ich ein Laminat nun direkt mit einem extrem teuren Edelholz konfrontiere, dessen Bedeutungsgehalt vor allem mit seinem Geldwert zu tun hat?“

17.09
„Wahrscheinlich entwickelt sich zwischen den beiden so grundverschiedenen Materialien so etwas wie elektrische Spannung – wie in einer Batterie. Wir müssen sozusagen neu über die Bücher und unsere Wahrnehmung der beiden Materialien revidieren – diejenige des Laminats genauso wie die des Edelholzes. Das heisst: Das Edelholz kann in Verbindung mit dem Laminat äusserst vulgär wirken, das Plastiklaminat hingegen höchst elegant und zwingend – und alles zusammen macht dieses sogenannte «Irrationale» aus.“

18.13
„Ich habe sicher tausend Mauern photographiert. Ich will verstehen, was mich dabei umgetrieben hat. Dazu muss ich die ganze Arbeit ordnen.“

18.24
„Unter all den Filmen, die ich auf meinen Reisen auf der ganzen Welt belichtet habe, gibt es stapelweise Mauern.“

18.30
„Das sind Mauern in China.“

18.34
„Diese hier ist noch schöner, ein einziger Steinhaufen.“

18.44
„Diese Mauern hier sind wunderschön.“

18.49
„Das ist eine uralte ägyptische Mauer.“

18.55
„Das hingegen ist eine amerikanische Mauer aus Kunststoff.“

18.59
„Das hier ist ebenfalls eine amerikanische Mauer, die einer gebaut hat, der an die Modernität glaubt.“

19.11
„Bei den Aufnahmen dieser Vulkane geht es um dasselbe wie bei den Mauern: In Wirklichkeit photographiere ich Texturen und Materie, Oberflächen.“

19.24
„Was ist das überhaupt, eine Oberfläche? Worin besteht ihre Bedeutung? Welchen Bezug hat sie zur Tradition, zur Zukunft, für welche Ideen steht sie?“

19.35
„Ist die Oberfläche euklidisch oder nicht euklidisch? Oberflächen entstehen, werden zerstört, verändern sich im Lauf der Zeit. Was heisst das alles?“

19.48
„Auch Oberflächen sind Teil der Menschheitsgeschichte, aber auch Teil der Geschichte unseres Planeten.“

20.13
Statement Milco Carboni, Architekt Sottsass Associati:
„Ettore reist grundsätzlich mit Fotoapparat, seinen Stiften und einem Bleistift – wo immer er auf der Welt gerade unterwegs ist. Und so ausgerüstet kommt er auch ins Studio.“

20.44
„Und unter sehr vielen Zeichnungen lesen wir: Filicudi, Filicudi, Filicudi.“

21.06
Zitat:
Diese Keramiken dachte ich mir in schlaflosen Nächten aus, und nannte sie deshalb auch «Keramiken der Finsternis».

21.21
Dass die Finsternis schwarz sei, ist eine westliche Überzeugung. Vielleicht ist die Finsternis weiss wie in fernöstlicher Vorstellung. Sie könnte weiss sein wie der berühmte Wal, oder wie die Mauern von Lima, wie Knochen, wie die Meeresstille, wie totes Geröll auf stummen Bergen, wie das Leinen, mit dem man Tote zudeckt, wie die Tragbahren auf dem Ganges. Ich weiss nicht, wie die Finsternis beschaffen ist.

22.00
Statement Milco Carboni, Architekt Sottsass Associati:
„Es ist nicht so, dass er einfach zeichnet, weil es die Arbeit erfordert. Ich bin sicher, dass das Leben selbst ihn zum Zeichnen antreibt. Dieses Haus hat mit Sicherheit keinen bestimmten Auftraggeber. Es sind einfach Ideen ganz allgemeiner Art. Dieses Haus nennt er in diesem Sinne «Freitag abend».“

22.23
Zitat:
Gedanken, wie einfach sie auch sein mögen, wandern umher. Gedanken gehen unvorhersehbare Verbindungen ein, die sich wieder auflösen. Gedanken verwischen, verlieren sich, verstecken sich.

23.00
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„In meinem Leben gibt es immer den Aspekt des Geheimnisses. Es gibt Situationen, für die man ein Gespür hat, die man aber einfach nicht deuten kann... man steht buchstäblich vor einem Rätsel.“

23.12
Zitat:
In Xi’an in China gibt es ein Museum, das sich «Wald der Steine» nennt. Dort befinden sich 2300 schmale Säulen aus grauem oder schwarzem Stein. In diese Säulen sind uralte kalligraphische Zeichen eingeritzt. Ich wusste nicht, was sie bedeuteten. Bei ihrem Anblick stockte mir der Atem.

23.50
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Ich habe Erinnerungen, die mit Indien zu tun haben – oder mit Indonesien. Irgendwie empfinde ich mich als die Summe meiner Erinnerungen.“

23.58
„Und im übrigen fange ich an zu denken, dass das Alter deshalb so traurig ist, weil es ein Abgrund voller Erinnerungen ist.“

24.05
„Das Leben kann ganz schön zur Last werden, weil einem die Erinnerungen regelrecht verfolgen. Was kann man tun? Mit den Erinnerungen muss man leben, niemand entkommt ihnen.“

24.23
„Diese Keramiken haben immer ein Loch, damit man eine Blume hineinstellen kann. Eigentlich sind es Vasen. Wobei das auch ein wenig eine Ausflucht ist. Ich will einfach keine Skulpturen machen und weder ein Künstler noch ein Bildhauer sein. Ich bin Designer, Punkt.“

24.47
„Ich denke von allem Anfang an als Architekt. Ich denke an den Gebrauch, den man von etwas machen wird – ob es sich nun um ein Haus oder ein Objekt wie etwa eine Lampe handelt.“

25.00
„Wenn ich nicht weiss, wozu etwas zu gebrauchen ist, fällt mir auch nichts ein. Ich bin, wenn man so will, theoretischer Designer. Ich zeichne, und dann schaue ich, wie sich eine Zeichnung umsetzen lässt.“

25.15
„Hier haben wir diese vielen kleinen Stäbe, die kommen so. Daran hängst du auf, was immer du willst. Da kommt die Ansichtskarte deines Verlobten hin, und da die Schlüssel. Alles spiegelt sich, verdoppelt sich, wird unwirklich. Je grösser die Verwirrung, desto besser – und erst noch schöner.“

25 39
Statement Elena Cutolo, Architektin, Sottsass Associati:
„Wir haben die Seitenwände leicht abgewinkelt, damit du dich links und rechts spiegelst, wenn du davor sitzt.“

25.54
„Du kommst dir vor wie an einer Sitzung. Links von dir sitzen eins, zwei, drei, vier Personen, rechts von dir nochmals vier, dazu du selbst, du bist also zu neunt und fühlst dich nie allein. Vor allem aber erscheint dir der Raum, sagen wir, viermal so gross.“

26.22
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Es gibt Augenblicke, in denen ich der Welt gegenüber die Neugier und die Gefühle eines Kindes haben möchte.“

26.31
„Das hat mit Infantilismus nichts zu tun. Kinder haben – das ist auf jeden Fall meine Erfahrung – von klein auf heftige, ernste und auch ernst zu nehmende Gefühle.“

26.47
„Klar, später in der Schule, kommt dann die Anpassung: Das hier sind Vierecke und da hinein gehörst du. Doch ist das nicht ein phantastischer Augenblick im Leben, wenn du dich der Welt gegenüber siehst und einfach schaust und staunst.“

27.03
„Es sollte sein wie damals, als wir hier ankamen, ohne irgend etwas zu verstehen. Leben wir unser Staunen aus, die Neugier hier zu sein, vor einem Wunder zu stehen und nichts zu begreifen.

27.52
Statement Milco Carboni, Architekt Sottsass Associati:
„Dieses Heft ist randvoll mit Ideenskizzen. Einiges blieb Idee, anderes wurde ausgeführt. Das hier waren die ersten Skizzen für ein Haus in Zürich, das dann leider nicht gebaut wurde. Alles da drin ist Architektur – die Hefte sind voller phantastischer Ideen. Manche sagen bekanntlich, nur der Bau selbst sei Architektur. Von Ettore gibt es dazu einen schönen Satz. Er sagt, das komme ihm vor wie die Vorstellung, nur der Geschlechtsakt selbst habe mit Sex zu tun.“

28.38
Statement Ettore Sottsass, Designer und Architekt:
„Das hier ist Singapur...“

28.41
„...und dieses hier bauen wir vielleicht in Amerika.“

28.52
Zitat:
Wenn von den Farben nichts als Schatten übrig bleiben, wenn nur noch Schatten die Vergangenheit durchziehen, Schatten, die unsere Träume bevölkern und unsere Utopien – dann erst beginnt die Zukunft, die sich kaum begonnen, schon wieder zerstören wird.


NZZ Swiss made: Rotor, Bantam und Plobb – Beat Karrer

Beat Karrer. Geboren 1966. Lehre als Schreiner. Seit 1992 selbständiger Designer im eigenen Atelier in Zürich. Gestaltung, Entwicklung und Umsetzung eigener Möbel, Produktion von Kleinserien in Zusammenarbeit mit spezialisierten Produktionsbetrieben, Auftragsarbeiten in den Bereichen Möbeldesign, Innen- und Ausstellungsarchitektur, Schmuck.

2001: Karrieresprung nach der Teilnahme am Salone Satellite – der Nachwuchsmesse für junge Designer aus der ganzen Welt am Salone Internazionale del Mobile Mailand.

Der Hersteller italienischer Edelküchen Boffi entdeckt Karrers «Rotor» an der Möbelmesse und nimmt ihn in sein Programm auf. Beat ist ein exzellenter Industriedesigner mit einem ausgeprägten Bewusstsein für spannende Materialien und durchdachte Funktionen, so der Hausdesigner des Herstellers. Erfolg auch für «Bantam», Karrers superleichten Aluminiumtisch: Auch der ist inzwischen in Serie gegangen.

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